Blame ~ Simon Mayo

Ich hatte großes Glück bei der „Let’s read in english – Challenge“ von Lovelybooks mitmachen zu dürfen, die den neuen YA-Jugendthriller von Simon Mayo „Blame“ zur Verfügung gestellt haben.
Das Buch wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten 😉

Ant und ihr kleiner Bruder Mattie sind im Gefängnis, für ein Verbrechen, das ihre Eltern begangen haben. Sie leben in der neuen Welt, nach der großen Depression, und leiden unter dem „heritage crime“-Gesetz, das dich ins Gefängnis bringt, wenn deine Eltern oder Großeltern ein Verbrechen begangen haben, dass nicht durch diese gebüßt wurde. Doch das System ist alles andere als stabil…

Meine Meinung:

Ich bin mit vielen Erwartungen an das Buch hinangegangen – und wurde nicht enttäuscht.
Zuerst einmal gefällt mir der Schreibstil des Autors sehr gut, denn er schreibt lebendig und bindet viele verschiedene Sprachen mit ein.
So ist die Grundsprache zwar Englisch, aber auch deutsche und anglo-saxische Elemente sind vorhanden und besonders den Deutschen liegt ein tieferer Sinn inne.
Zudem „erfindet“ er einen Gefängnisdialekt, d. h. bestehende Wörter bekommen eine komplett andere Bedeutung oder er erfindet gleich ganz neue Wörter bzw. Ausdrücke.
Diese sind glücklicherweise vorne im Buch mit ihren Bedeutungen festgehalten – denn besonders als nicht Muttersprachler fällt einem das sonst sehr schwer – absoluter Pluspunkt.

Der Inhalt lässt m.E. nichts zu wünschen übrig.
Die Geschichte ist spannend, die Charaktere besitzen Tiefe, man fühlt mit den Figuren mit.
Eine Welt in der Kinder für die Verbrechen ihrer Eltern im Gefängnis büßen müssen, ist eine kranke Welt. Das wird im Buch das ein und andere mal deutlich, aber viele kleine Details sind es, die dieses Gesetz so real machen und die mich denken ließen – Hey, das könnte ich mir (leider) sehr gut vorstellen. Warum nicht? – Wenn man sich unsere Welt in einigen Ecken so ansieht.
Das Buch ist aus der Erzähler-Perspektive geschrieben, doch weiß der nur so viel wie Ant, was sie somit zur Protagonistin macht. Und auch der Fokus liegt klar auf Ant, etwas auf Mattie. So ist an jedem Kapitelanfang eine kurze Notiz von ihm zu finden – die das Leben im Gefängnis sehr real machen und aus der Sicht eines 8-Jährigen zeigen.

Das Ende bleibt offen und theoretisch wäre genug Stoff für einen zweiten Teil vorhanden. Muss aber nicht unbedingt sein.

Fazit:
Ein Buch, das mich mitgerissen hat und daher von mir eine klare Leseempfehlung – nur bitte auf Englisch, denn ich könnte mir vorstellen, dass auf deutsch einiges gar nicht so gut wirkt.
Defintiv geeignet für Fans von Dystopien und Action!

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