Dark Memories – Nichts ist je vergessen

Vorneweg: Mögt ihr keine Thriller seid ihr hier nicht falsch! Mögt ihr Thriller erwartet euch nicht zu viel.
Jennys Erinnerungen wurden künstlich ausgelöscht. Durch ein Medikament. So muss sie die Bilder der Vergewaltigung nicht ertragen und erinnert sich nicht mehr. Aber die Geister der Nacht lassen sie nicht in Ruhe, denn ihr Körper weiß noch immer was ihr angetan wurde..
Die Inhaltsangabe lässt einiges vermuten, darum kläre ich direkt auf.
Das Buch ist nicht aus Jennys Sicht geschrieben und der Fokus liegt nicht auf der Handlung, sondern auf den einzelnen Personen.
Bitte, bitte erwartet nicht zu viel von der Inhaltsangabe – lest sie am Besten erst garnicht!

Meine Meinung:
Erzählperspektive:
Das Buch ist aus der Sicht von Dr. Alan Forrester, dem Psychiater  von Jenny geschrieben und enthält viele psychologische, sowie polizeiliche Fakten. Die Gedankengänge sind nachvollziehbar und es ist defintiv mal was anderes!

Schreibstil:

Die Autorin schreibt einfach genial. Was anderes kann ich nicht sagen. Sie hat einen Hang zu Cliffhangern und das hat mich echt zum Verzweifeln getrieben manchmal, aber es macht das Buch spannend und diese ständigen Andeutungen wecken das Verlagen weiterzulesen.
Außerdem verwendet sie viele Metaphern um das psychologische zu erklären.

Charaktere:
Jenny wirkt etwas blass, besonders im Vergleich zu vielen anderen Personen, bei denen wir viel über die Hintergrundgeschichte erfahren. Der Fokus liegt sehr stark auf ihren Eltern und die kommen deutlich häufiger zu Wort als Jenny selber.
Aber diese Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, keine Logikfehler und teilweise sympathisch, teilweise auch nicht. Manchmal ändert sich das allerdings auch im Verlauf des Buches.

Inhalt:
Der Inhalt ist nichts für schwache Nerven. Direkt am Anfang wird ihre Vergewaltigung ausführlich und nüchtern beschrieben – also Triggerwarnung!
Der Fokus liegt, wie schon gesagt, auf den einzelnen Personen, also nicht so sehr auf der Handlung, obschon diese auch wichtig ist.
Man erfährt Vieles über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere, am meisten wohl über Alan, und auch die Entwicklung der Figuren kommt nicht zu kurz.
Es wird vieles in „psychologischer Fachsprache“ erklärt – aber erklärt diese durch Metaphern sehr gut.

Fazit:

Ein gelungenes Buch, das mich restlos überzeugt hat.
Am Anfang lief es was zäh, aber das hob sich gegen Ende des ersten Drittels auf.
Wer nicht zu viel von der Inhaltsangabe erwartet, wird auch nicht ettäuscht werden. Psychologische Sachen haben hier ebenfalls ihre Daseinsberechtigung, das muss man mögen.
Einordnen mag ich das Buch nicht in ein Genre, der Begriff „Psychogramm“ ist in der Leserunde gefallen.

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